Мaterials Silbermann, 1749

Handregister Dämpfer, Una Corda-Pedal, Handregister Pantaleon-Zug, Nussbaum
(ca 215cm/98cm/15cm)

Gottfried Silbermann (1683 – 1753) baute Orgeln, Clavichorde, Cembali und Hammerklaviere. Sein Vater war ein Zimmermann aus Kleinbobritzsch, der später nach Frauenstein zog, wo, wie damals üblich, Gottfried das Familienhandwerk erlernte. Er studierte ab 1702 das Orgelbauerhandwerk in Straßburg. Nach seiner Rückkehr nach Sachsen 1711 gründete er seine eigene Orgelbauwerkstatt in Freiberg. Als Silbermann 1723 seine ‚Große Orgel’ im Freiberger Dom fertigstellte, gab Friedrich August I. von Sachsen ihm den Titel „Königlich Polnischen und Churfürstlich Sächsischen Hof- und Landorgelmacher“. Im Laufe seines Lebens baute er über 50 Orgeln, einschließlich der großen Orgel in der katholischen Hofkirche Dresden.

Gottfried Silbermann wurde berühmt dafür, 1732 das erste deutsche Hammerklavier gebaut zu haben. Er tat dies, indem er einer Beschreibung von Christoforis „gravicembalo col piano e forte“ von Scipio Maffei folgte. Friedrich der Große erwarb mehrere Silbermann Hammerklaviere, die er für seine eigenen Aufführungen auf der Flöte benutzte, bei denen er von Carl Philipp Emanuel Bach am Klavier begleitet wurde. Als Johann Sebastian Bach in den 1730er Jahren seinen Sohn in Potsdam besuchte, bemängelte er an Gottfried Silbermanns frühen Hammerflügeln den schwachen Klang des Diskants und die allzu schwere Spielart. Bei Bachs zweitem Zusammentreffen 1747 auf Schloss Sanssouci jedoch fand das Silbermann Klavier seine Zustimmung.

Das Exemplar von Paul McNultys Kopie eines 1749 Silbermann Instruments aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg stellt die letzte Etappe der Entwicklung von Silbermanns Cristofori Designs dar.

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